XaM #6 Adieu, Lampenfieber!

Wer kennt es schon nicht, das Lampenfieber. Der Moment, wenn du kurz vor dem Auftritt stehst und in dir dreht sich alles, Panik macht sich breit und du bekommst vor lauter Katastrophen-Szenarien Angst vor deinem eigenen Auftritt. Weisst du, dass das ganze auch anders geht? Weisst du, dass du diese Energie auch positiv nutzen kannst?

Im neusten Youtube-Video meiner XaM-Serie erfährst du 5 Tipps, wie du deine Nervosität in powervolle, positive Energie umwandeln kannst. In diesem Beitrag fasse ich dir die 5 wichtigsten Tipps zusammen. Schau dir aber trotzdem das Video an, denn ganz am Schluss verrat ich dir noch meinen ganz persönlichen Power-Tip als Bonustip. 

Wie also kann ich aus meiner Angst positive Vibes in mir auslösen, die mein Auftritt positiv beeinflussen?

Tip #1: Gute Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung ist absolut umumgänglich, um einen guten Auftritt hinzulegen. Gut vorbereiten heisst allerdings nicht, den Song 2 Mal auswändig und fehlerfrei singen zu können, sondern den Song im Schlaf in und auswändig zu können, ohne an die Technik zu denken und über den Text nachzudenken. Du kannst den Song auch dann, wenn du dich vollkommen auf die Emotionen konzentrierst. 

Um bei einem Blackout gegenzuwirken hilft es übrigens, wenn du einen Song nicht nur von A-Z singen kannst, sondern auch von D-Z oder von S-Z. Sprich, es kann dir eine grosse Hilfe sein, wenn du auch bei der 2. Strophe spontan einsteigen kannst und weisst, wo du bist. Das hilft dir bei einem Blackout, wieder gut einzusteigen.

Tip #2 Gewohnheit
Um das Lampenfieber zu verlieren oder es zu mindern, hilft es, möglichst oft vor  Leuten zu singen. Das kannst du üben, indem du deiner Schwester, deinem Bruder, deinen Eltern oder Freunden vorsingst. Wenn du richtig mutig bist, singst du allerdings einer anderen Sängerin oder einem anderen Sänger vor, damit dein Lampenfieber so richtig gross ist. Denn gleichgesinnte schauen oft viel kritischer hin. 

Wenn du dir allerdings solche Situationen schon gewohnt bist, hilft dir das auch für einen Bühnenauftritt und du baust deine Nervosität immer mehr ab.

Tip #3 Visualisieren
Von Natur aus, ist unser Hirn so gestrickt, dass es Gefahren aus dem Weg gehen will und sie möglichst versucht zu vermeiden. Daher gehen wir in solchen Situationen alle Katastrophen-Szenarien im Kopf durch und bringen uns so einen enormen Adrenalinschub durch Angst und Panik, damit wir schneller rennen und flüchten können. Bei einem Konzert hilft uns diese tolle Funktion allerdings nicht wirklich.

Daher wird es Zeit, unser Hirn umzuwandeln, indem wir uns eine ruhige Ecke suchen, die Augen schliessen und uns den perfekten Auftritt vorstellen und uns alle möglichen Szenarien in Erinnerung rufen, die geschehen können, wenn unser Auftritt perfekt ist und wir absolut top performen on Stage! Machen wir das immer wieder, senden wir unserem Hirn positive Energie und stärken unser Selbstbewusstsein für die Bühne.

Ruf dir auch ins Bewusstsein, dass alle Besucher kommen, weil sie Spass und Freude an der Musik haben und erleben wollen – mit dir zusammen. Sie legen es nicht drauf an, Fehler zu suchen, sondern sie wollen vom Alltag abschalten und entspannen – so wie du! Also lass das zu!

Tip #4 Auditive Visualisation/Wahrnehmung
By the way: Tu das auch auditiv. Sprich zu dir, lass es nicht nur visuell in dich hineingleiten sondern verankere es auch über das Gehör in dir.  Sage zu dir, wie toll dein Auftritt wird und wie das Publikum abgehen wird. Sag zu dir, wie verdammt happy du auf der Bühne sein wirst und wie du deine Freude durch den ganzen Saal streuen wirst. Sag zu dir, wie deine Energie alle mitreissen wird und die Energie zu dir zurück auf die Bühne kommt und dir noch viel mehr Energie zurückgibt. Sag zu dir, wie du und das Publikum euch positiv hochsteigert und miteinander einen magischen Moment kreiiert. Sage es laut, damit du es auch wirklich verinnerlichst und es auch so meinst!

Oder höre vor dem Konzert einen Song, der dich motiviert, um dich auch übers Gehör motiviert zu halten.

Tip #5 Atmen
Atmen ist einer der wichtigsten Punkte, um dein Lampenfieber abzubauen und in die richtige Spannung und Entspannung zu kommen. Das kannst du einige Male bewusst machen. Wichtig ist: Immer durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen, um einen bewussten, tiefen Atemfluss zu generieren.

Hier eine Ergänzung zum Video: Atme zuerst die ganze Luft aus, damit du automatisch wieder einatmen musst. Denn, wenn du nervös bist, neigst du dazu, zu viel einzuatmen und zu viel Luftreserve in den Lungen zu halten, was uns nachher beim Singen blockieren kann. 

Im Video zeige ich dir hierzu auch eine tolle Atemübung, die mit dem Bonustip verknüpft ist. Also unbedingt das Video anschauen.

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