XaM #5 Was bedeutet stützen?

Du musst mehr stützen! Kennst du diesen Satz? Und weisst du auch, wie das geht und um was es da geht? Nein? Dann schau dir meine Video-Erklärung auf Youtube an.

Jetzt, wo du weisst, um was es beim Stützen geht, habe ich dir folgend ein paar einfach Übungen, die du nutzen kannst, um deinen Stützapparat besser zu spüren. Also im Grunde geht es um deine innere Balance von Spannung und Entspannung beim Singen.

+ Übung 1 +

Steh auf beiden Beinen, leicht in den Knien, lass die Schultern hängen und sing einen Ton – halte ihn aus.

Mach das selbe anschliessend auf einem Bein und spüre, wie sich die Spannung verändert. Mach es auch auf dem anderen Bein. 

Wiederhole die Übung nun, in dem du auf beiden Beinen, so in die Knie gehst, als ob du gerade auf der Toilette sitzt. Spüre auch hier die Spannung, die du brauchst.

Stehe anschliessend wieder normal hin und halte den Ton aus. Wie fühlst du dich? Welche Spannung/Entspannung hast du dabei?

Solche Übungen helfen dir, die innere Balance zu finden, um auch beim Singen diesen Ausgleich von Spannung und Entspannung zu verknüpfen.

 

++ Übung 2 ++

Atme 8 Mal hinter einander ein und mache jeweils dazwischen eine Sekunde eine Pause. Was spürst du in der Brust in den Flanken oder im Zwerchfell in der Pause?

Wenn ich das tu, dann spür ich, wie beim Atemzug eine grosse Spannung aufgebaut wird und in der Pause sich alles ein ganz kleines bisschen entspannt. Auch hier hast du Spannung und Entspannung die miteinander agieren.

+++ Übung 3 +++

Seufze einen Ton von hoch nach tief. Lass den Ton schön natürlich fallen. Es geht hier nicht um die Technik, sondern darum, was du im Körper spürst. 

Atme auf 4 ein und dann Seufze einen Ton von hoch nach tief (wie beim Gähnen beispieslweise, einfach ohne Gähnen). Achte dich gut auf den Ton. Wo geht der durch? Wo spürst du leichte Vibrationen. Wo spürst du Spannungen und wo Entspannungen? Wie verlagert sich der Ton? Wann spürst du den Ton eher in der Kopfregion, wann geht er immer mehr in die Brustregion über? Was passiert dabei mit deinen Flanken, deinem Zwerchfell?

Achte dich gut darauf, denn mit diesen Fragen kannst du deinem eigenen Stützapparat näher kommen.

Falls du wenig spürst mit dem Seufzen, dann mach Liptrills einmal hoch und wieder runter. Da spürst du viel mehr. Allerdings ist die Differenzierung beim Seufzen viel feiner zwischen Brust- und Kopfregion beim Seufzen.

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